Australiens Ostküste – Endlich die Whitsunday Islands, der Daintree Rainforest, Cairns und das Great Barrier Reef

Das Warten hat sich gelohnt! Nach zwei Tagen Dauerregen und Gewitter, schaute am Sonntag Morgen endlich wieder die Sonne zwischen den Wolken hervor. Zugegeben, nicht besonders lange ? Als wir es uns auf dem Segelboot gemütlich machten, welches uns zu den Whitsundays schippern sollte, fing es schon wieder leicht an zu tröpfeln und kleine Regenschauer kamen den ganzen Tag über immer mal wieder vom Himmel. Aber zumindest hatte der Dauerregen vorerst ein Ende.
Nach gut 2 1/2 Stunden Fahrt ließ man uns bei der berühmten Insel von Bord und wir konnten uns vom Aussichtspunkt erst einmal einen Überblick verschaffen: grandiose Sandwelt neben dem seicht abfallenden Meer ? Wir hatten Glück, kurz vor Betreten der Insel tat sich eine Lücke in der Wolkendecke auf und die Sonne ließ das Wasser noch türkiser wirken.
Anschließend hatten wir noch eine halbe Stunde Zeit am Strand bevor wir wieder auf den Kahn mussten…irgendwie zu kurz für diese lange An- und Rückfahrt. Leider wird den Booten nur gestattet für 1,5 Stunden anzulegen, da es nach dieser Zeit angeblich vermehrt zu Verunreinigungen kommen soll. Hm… also uns wäre es auch durchaus möglich gewesen schon nach fünf Minuten ein Kaugummi-Papierchen fallen zu lassen. Nun ja, auf dem Kutter gab es dann erstmal Lunch und verwöhnt wie wir von Vietnam nun mal sind, rechneten wir mit Seafood oder zumindest einem kleinen Buffet. Nix da, es gab für jeden ein Lunchpaket aus der Tupperdose und da man mich mit meinem „Ohne Fleisch und Ei“ oft in die vegane Ecke steckt, bekam ich eine winzige Box mit Salat und ein kleines Kartöffelchen. Meine Feldstudien um die Welt sind damit nun abgeschlossen: Veganer haben weniger Hunger!
Nachdem die 20 Gramm verspeist waren, durften wir wieder ins salzige Nass zum Schnorcheln. Die Unterwasserwelt konnte man durchaus mit der Thailands vergleichen, auch wenn einem sofort die noch völlig intakten Korallen auffielen, die den gesamten Boden bedeckten. Hier hat die böse Korallenbleiche ganz offensichtichtlich noch nicht eingesetzt..

Am Tag darauf mussten mal wieder 600 Kilometer zurück gelegt werden, puh, ganz schön anstrengend mit Köörts viel zu weichen oder wahrscheinlich sogar kaputten Stoßdämpfern. Für die Nacht suchten wir uns einen kostenlosen Campingplatz aus, der inmitten wunderschöner Hügel lag und noch schwer interessant werden sollte. In Australien hat ja jede noch so kleine Senke ihren eigenen Namen, so gibt es etwa den Snake-Creek, den Bridge-Creek oder auch den Mosquito-Creek, das Flußtal unseres Campingplatzes nannten wir relativ schnell den Naked-Creek…  Unsere Nachbarn, eine seltsame Mischung aus deutschen Backpackern und einem älteren australischen Mann, tranken munter anscheinend schon den gesamten Nachmittag leckeren Tetra-Pack-Wein in sich hinein und zwei der Mädels fingen irgendwann an sich oben herum frei zu machen. Anschließend rannten sie glücklich und zufrieden barbusig im Regen um das Klohäuschen in der Mitte des Platzes und freuten sich des Lebens ? Als der ältere Australier dann aber auch noch seine Hose auszog und eines der Mädels plötzlich komplett nackt da stand, wurde das ganze doch etwas seltsam…
Die Details erzählen wir euch gerne persönlich, soll ja jugendfrei bleiben hier ?

Nach einer Nacht im Naked Creek fuhren wir weiter nach Mossman, wo man einen angelegten Weg durch ein Stück des Daintree Rainforests wandern kann. An diesem Tag waren wir jedoch arg faul unterwegs und badeten lediglich in dem sich durch den Regenwald schlängelnden Fluss, der ausnahmsweise mal keine Krokodile beheimatete. Herrlich sag ich euch! Endlich mal wieder in Süßwasser schwimmen! Und das war noch dazu arschkalt! ? Ihr müsst wissen, dass die Temperaturen hier im Moment kaum auszuhalten sind, tags quält jeder Schritt durch die brutzelnde Sonne und nachts schwitzt man leise im Backofen Köört vor sich hin. Es wurden schon Stimmen laut, dass ihr mit euren Minustemperaturen zuhause gerne tauschen würdet, aber glaubt mir, das wollt ihr nicht!
Unseren eigentlichen Plan am nächsten Tag weiter Richtung Norden und tiefer in den Regenwald zu fahren, mussten wir abends mal wieder ändern. Die Fähre, die für eine Flussüberquerung dahin von nöten war, wurde exakt ab dem Tag renoviert und der Fährverkehr eingestellt ? Also wanderten wir doch noch den erst links liegen gelassenen Weg im Daintree Rainforest und bereuten es nicht: mitten im Dschungel fanden wir an einem Bachlauf einen kleinen, paradiesischen Pool zum Baden ganz für uns alleine ?

Und damit waren wir nun auch fast schon am Ende unserer zweiten Reise in Australien angekommen.. In Cairns wartete aber noch unser letztes Abenteuer: Tauchen im Great Barrier Reef! Wie überall war auch hier das Tauchen mit frühem Aufstehen verbunden und traf uns nach einer relativ schlaflosen Nacht aufgrund eines Unwetters (mal wieder ?) doppelt hart. Spätestens beim Abtauchen war die Müdigkeit aber verflogen und wir konnten unseren bisher besten Tauchspot genießen: eine Vielfalt an bunten Fischen und Korallen, ein riesiger Barrakuda und zwei große, dahin schwebende Schildkröten bei bester Sicht! Auch wenn wir uns das Ganze noch bunter vorgestellt hatten, lohnte sich der Tagesausflug auf jeden Fall. Das nächste Mal schauen wir uns das Ganze aber auch noch aus der Luft an ?

Abschließend kann man zur Ostküste Australiens folgendes sagen: die Westküste hat uns besser gefallen ? Natürlich gab es auch hier im Osten wunderschöne Natur und exotische Tierwelt wie etwa in den Blue Mountains oder im Daintree Rainforest, aber die Westküste ist einfach mehr das, was man sich unter Australien vorstellt: unendliche Weite mit Dörfern voller Aborigines, morgendliches Verjagen der Kängurus und Emus von der Straße und rote Erde wohin das Auge schaut. Große Pluspunkte der Westküste sind auch die nicht vorhandenen Massen an Backpackern und die größere Anzahl der Parkplätze, auf denen man umsonst übernachten darf. Aber wollen wir mal nicht nur meckern, es war trotzdem wieder sehr, sehr schön liebe Aussies!?
Wie immer zum Abschluss ein Video, sind die Kängurus nicht süß?!? ?

Outandabout an Australiens Ostküste YouTube play

 

6 thoughts on “Australiens Ostküste – Endlich die Whitsunday Islands, der Daintree Rainforest, Cairns und das Great Barrier Reef

  1. Ich liebe sie, die Skippys ?, wie sie sich so herrlich ungeniert überall kratzen ?.
    Genießt eure letzten paar Wochen in Freiheit ?. Lg Marion

  2. Sieht echt richtig unschön aus. Dieses blaue Wasser würde mir irgendwann tierisch auf die Nerven gehen! Auf dem ollen Segelboot wird man ja eh nur Seekrank und im Dschungel ist mir viel zu viel Ungeziefer. Seid froh, dass ihr da wech seid.
    Video gefiel mir auch gaaar nicht!

    Bussi

    • Mensch Mr. S! Und ich dachte sie sind in ihrem Griesgram Dasein verschollen gegangen! Wir freuen uns, dass auch sie sich an unseren farbenfrohen Fotos und Film mit vollem Elan aufregen und ihre Griesgrämigkeit voll ausleben können! Wir versprechen hiermit das auch Neuseeland ihnen garantiert nicht gefallen wird und freuen uns schon auf ihren Kommentar! Liebe Grüße aus Wanaka

  3. Hey Dudetes und Dudes,
    Mega cooler Beitrag und die Foddos auch sehr nice.
    Der Segeltörn war einer meiner Highlights, übrigens ist die Providence mit Abstand das schönste Schiff im Hafen!!! Ich hoffe ihr habt der alten Lady Grüße ausgerichtet ?
    Peace… Grüße auch von Sandra!

    • Danke Alta! Genau aus den Gründen haben wir uns auch für die Providence entschieden! Hatten keine Lust auf große oder schnelle Boote… Lieber klein aber fein ? Grüße aus NZ Peace

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