Australiens Ostküste – Sydney, die Blue Mountains und eine Avocado-Farm

Unser zweites Australien-Abenteuer begann etwas beschwerlich.. Um den Flug nach Sydney um halb 12 in der Nacht zu erreichen, mussten wir bereits um sechs Uhr abends unser Hostel verlassen, da der Flughafen in Kuala Lumpur am A.. der Heide liegt. Anschließend verbrachten wir acht wundervolle Stunden im Bauch eines Billigfliegers, in dem selbst bei dieser langen Flugzeit kein Schluck Wasser umsonst ausgeschenkt wurde. Auch starb man den Kältetod nicht wie sonst langsam unter einer bereitliegenden Decke, sondern wurde aufgrund von Decken-Sparmaßnahmen sofort schockgefrostet. Jannis, der schon Tage vor Abflug mit glänzenden Augen Mutmaßungen über die tolle Filmauswahl im Flieger anstellte, musste sich mit einem traurigen Ausblick auf die nackte Rückwand des davor liegenden Sitzes begnügen. Der Blechbüchse in Sydney entkommen, bemühten wir uns vergeblich um ein kostengünstiges Beförderungsmittel und stiegen schließlich entnervt in eines der hochpreisigen Taxis.

Nach einigen Stunden Schlaf in der Wohnung einer uns bis dahin noch unbekannten Chinesin traten wir recht überfahren unseren ersten Gang in die Innenstadt Sydneys an und besuchten natürlich zuerst das berühmte Opernhaus im Hafen. Leute, datt Ding is voll klein, ich dachte das wär viel größer! Hamburgs Elbphilharmonie kann da locker mithalten ☺️ Jannis kannte die Hütte ja schon und wusste was zu erwarten war. Nun gut, mit der daneben liegenden Harbour-Bridge und Blick aufs Wasser konnte man es hier echt gut aushalten, zumal die Temperaturen sich nicht wie erwartet zwischen 30 und 40 Grad bewegten, sondern eher kühl waren. Abends lernten wir dann auch unsere Gastgeberin und ihre total süße Mitbewohnerin Sophia kennen, die uns nicht nur viel über das Leben in China erzählte, sondern auch noch köstlich kochte ?

Tags darauf vertrieben wir uns in einem Park voller Papageien und lustigen Ibissen und einem Meer aus Blumen die Zeit und kauften mal wieder ein paar neue Klamotten, da sich die alten nach einem Jahr Dauertragen nun langsam auflösen. Selbstverständlich schauten wir uns den berühmten Bondi-Beach an, den man aufgrund der Dichte von braungebrannten Barbie-Püppchen und durchtrainierten Surfer-Boys schon mit dem Venice-Beach in Los Angeles vergleichen kann. Nicht unser Ding…da gefiel uns die Fahrt mit der Fähre hinüber zum Manly-Beach schon besser. Hier gab es sogar einen Aldi! In diesem roch es exakt genauso wie in einem zuhause und es sah vergleichbar unaufgeräumt aus ?

Am vierten Tag machten wir uns auf den Weg in den Süden der Stadt, um unseren neuen Wegbegleiter abzuholen: Kurt! (Gesprochen Köört). Kurt, ein kleiner weißer Campervan, ist ganz offensichtlich der Zwillingsbruder von Böört, unserem Reisemobil an der Westküste! Die gesamte Ausstattung ist identisch und jetzt kommt’s: wir haben das Gefährt bei der Autovermietung sogar von der gleichen Mitarbeiterin entgegen genommen wie vor einem halben Jahr in Perth ? Die gute war nämlich sechs Wochen zuvor nach Sydney gezogen. Nach einem Monster-Einkauf fuhren wir direkt aus Sydney raus in die Blue Mountains. Schon auf dem Weg dahin verlor Köört hier und da ein paar Kleinteile seiner Innenausstattung, die Schiebetür wollte manchmal nicht so richtig schließen und man hatte vergessen uns den Wassertank zu füllen.. das fing ja gut an ? Bei unserem ersten Übernachtungsplatz hatten wir aber Glück, ein wunderschönes Fleckchen mitten in einem Wald.

Die Blue Mountains erkundigt man am Besten zu Fuß, Wanderwege gibt es in Hülle und Fülle und wir nahmen uns tags darauf direkt einen vor. Mitten durch einen Canyon voller Eukalyptus-Bäume führte der Weg und die Natur war doch wieder so ganz anders als in Asien. Auch unser zweiter Wandertag verlief entlang einer Schlucht, diesmal spazierte man allerdings direkt einen Weg in der Steilwand entlang und hatte zwischendurch immer wieder grandiose Ausblicke. Nach einem Tag Zwangspause aufgrund einer seltsamen Magenverstimmung bei Jannis schafften wir die 150 Kilometer bis zu einer Avocadofarm in der Nähe von Gosford. Dort trafen wir eine alte Freundin aus Jannis‘ Work und Travel-Jahr vor 8 Jahren wieder und verbrachten am farmeigenen Pool und am Strand in der Nähe zwei Tage mit Nichtstun.

Hach, schön wieder in Australien zu sein?

2 thoughts on “Australiens Ostküste – Sydney, die Blue Mountains und eine Avocado-Farm

  1. Hallo ihr zwei,
    schön das es euch gut geht. Das das Hühnchen freiwillig in eure Camperküche spaziert, finde ich sehr mutig vom Huhn.
    @Sabrina: eine Blume unter Blumen ?.
    @Jannis : bei Darmproblemen hilft mir bisher Okoubaka D3, gibt es auch in anderen Potenzen. Aber diese ist frei verkäuflich.
    Lg Majon

Schreiben Sie einen Kommentar

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahren Sie mehr darüber, wie Ihre Kommentardaten verarbeitet werden .