Bali – Ubud

Ubud – der spirituelle und künstlerische Mittelpunkt Balis und somit auch Magnet von.. na, ihr wisst es schon… unzähligen Hipstern!! ? Trotzdem sind wir ganz angetan von diesem Örtchen, weil hier einfach eine tolle Atmosphäre herrscht und man unglaublich viel unternehmen kann.
Nur einige Gehminuten außerhalb Ubuds steht man zum Beispiel schon mitten in Reisfeldern und hier kann man wandern bis einem die Füße bluten. Im Ort selbst könnte man sich Tage damit beschäftigen alle kleinen Läden abzuklappern und aufgrund der vielen Jung-„Designer“ gibt es auch wirklich eine gefährlich schöne Klamotten-Auswahl ? Auch der Affenwald ist einen Besuch wert und wer sich traut kann die manchmal bissigen Tiere sogar füttern. In der Regel stürmen die Affen aber sofort auf einen zu, wenn man was Essbares bei sich trägt und man wirft lieber alles von sich…
Auch mehrere Tagesausflüge starten von hier, zum Beispiel eine Trekking-Tour zum Mount Batur, einem aktiven Vulkan. Und auch das wisst ihr schon… wir und eine gebuchte Tour, da muss doch was schief gehen ? Morgens um zwei Uhr holte man uns am Hotel ab und kutschierte uns zum Vulkan ganz im Norden von Bali. Auf dem Weg gab es noch „Frühstück“ in einem dermaßen heruntergekommenen und verschimmeltem Warung, was uns ein wenig an unsere Zeit in Südamerika erinnerte. Die lautstarken Brasilianerinnen unserer Gruppe rundeten das Bild noch ab.
Um vier Uhr in der Früh begann dann mit Taschenlampen bewaffnet der Aufstieg und dieser steigerte sich schnell von moderat zu fast schon kraxeln. Da auf dem Hauptweg zum Krater einiges los war, wählte unser Guide eine andere, menschenleere Strecke. Es sollte sich aber bald herausstellen, dass er diesen Weg selbst gar nicht kannte… Fast am Kraterrand machte er nämlich plötzlich kehrt und sagte leicht hysterisch „Dangerous,dangerous, let’s go back!“…..als hätte er einen Tiger gesehen.
Da der Sonnenaufgang aber nicht mehr fern war, wehrten wir uns und ließen uns nach einigen Diskussionen einfach auf dem nächstbesten Felsen nieder. Und der Sonnenaufgang war echt ein Highlight! Wir hatten Glück mit dem Wetter und konnten unter uns einen großen See und weit in der Ferne andere Vulkane ausmachen, dazu vereinzelt Nebelwolken, ein Traum! Anschließend erklommen wir auf einem anderen, tigerfreien Weg noch die restlichen 50 Höhenmeter und konnten den dampfenden Krater und unzählige bei den Touristen schnorrende Affen bewundern.
Nach dem Abstieg war unsere gesamte Gruppe ziemlich zickig und wollte ihr Geld zurück, da sie den Sonnenaufgang schließlich nicht von ganz oben sehen konnten. Wir verstanden die Aufregung nicht… während der Reise sind schon ganz andere Dinge schief gelaufen, vielleicht macht man sich irgendwann nicht mehr so viel daraus.
Noch am gleichen Tag zogen wir ganz dekadent in unsere eigene, kleine Villa mitten in den Reisfeldern Ubuds ein. Man konnte den kompletten Tag in dem kleinen Garten sitzen und sich trotzdem nicht satt sehen! Irgendwer wuselte immer in den gerade frisch bepflanzten Terrassen herum und wenn es nur die Enten waren, die auf den Stegen spazieren gingen, herrlich ?

In Ubud kann man neben wandern, schoppen und diversen Touren auch 1001 Kurse belegen. Ganz vorne weg natürlich Yoga-Kurse in allen Variationen, von Morning-Flow über Sound-Healing und wahrscheinlich dann „Ich-mach-dir-die-Hengst-Figur-Baby“ zum Sonnenuntergang.
Da wir nicht ganz ungebildet weiterziehen wollten belegten wir einen Bali-Kochkurs. Zuerst besuchten wir einen Markt und bekamen allerlei Gewürze und einheimische Gemüse- und Obstsorten erklärt. Unter anderem verwendet man hier drei verschiedene Arten von Ingwer und die schmecken wirklich komplett unterschiedlich. Anschließend ging es dann zur Kochschule, wo wir sechs leckere Gerichte zubereiteten und anschließend verspeisten. Welch ein Schmaus sag ich euch!

 

6 thoughts on “Bali – Ubud

  1. Oh Gott, ist das schön!! Und wie süß die balinesischen Gastgeber <3. ihr habt mal wieder alles richtig gemacht. Ein Traum echt. Bali ist einfach zum dableiben. Aber kommt mir ja wieder ?

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