.das Unplanbare

Wenn man sich dazu entscheidet eine Weltreise zu machen, weiß man meist nicht was auf einen zukommt. Man muss eben doch jede Menge planen, arrangieren und verdammt viel Zeit und Nerven aufbringen. Um am Ende möglichst sorglos in sein Abenteurer zu starten.

Doch was man völlig vergisst oder verdrängt ist der riesige unbekannte Faktor von Geschehnissen, die all das was man das letzte Jahr bzw. die letzten Jahre geplant hat, in kürzester Zeit zunichte machen können… Na klar macht man sich Gedanken wie man damit umgehen soll, sollte jemand aus der Familie oder dem nahen Umfeld krank werden oder noch schlimmeres passieren. Das man jedoch selbst betroffen sein oder krank werden könnte, verdrängt man irgendwie. Wird schon!

In unserem Fall leider nicht. Alles fing mit einem schmerzenden Ellenbogen an, setzte sich mit geschwollenen Knien, Arztbesuchen und Röntgenbildern fort und endete mit der Diagnose Rheumatoide Arthritis. Na klar ist eine solche Diagnose alleine schon schlimm genug. Wenn man aber eine Weltreise plant, ist es ein echt blöder Zeitpunkt. Aber richtig beschissen ist es, wenn man die Flüge gebucht, die Wohnung schon untervermietet hat und man eigentlich nur noch los müsste. Okay eine Steigerung gibt es noch… Hat man dann auch schon gekündigt, hat man wirklich im Lotto gewonnen. Das haben wir zum Glück noch nicht, der Rest trifft aber voll und ganz auf uns zu.

Anfänglich vertraut man der Aussage des Arztes, dass bis Oktober auf jeden Fall alles wieder gut ist. Mit der Zeit muss man sich aber doch damit abfinden, dass man doch die Handbremse ziehen muss und irgendwie Schadensbegrenzung betreiben sollte. Bei der Auslandskrankenversicherung war es überhaupt kein Problem diese ohne irgendwelche Kosten zu stornieren. Der gebuchte Inca Trail in Peru ließ sich auch ohne weitere Probleme und Kosten verschieben. Nun der Witz schlechthin… Beim Flug hatten wir eigentlich extra darauf geachtet, dass eine Umbuchfunktion inklusive ist. Da es diesen Tarif im Februar aber nicht mehr gibt, sollte das Umbuchen 1500 Euro (pro Person!!!) kosten! (Im Vergleich dazu einen neuen Flug zu buchen = 600 Euro) Nix da, wir haben storniert.

Da die Wohnung ja schon untervermietet war, wir unser Lager nicht unter der Brücke aufschlagen und unsere gewonnene Flexibilität nicht aufgeben wollten, sind wir in die WG von Jannis Cousin gezogen. Da war gerade ein Zimmer frei, Glück im Unglück. 

Insgesamt kann man also sagen, dass wir bei der ganzen Situation doch noch mit einem blauen Auge davon gekommen sind. *auf Holz klopf* Werden uns aber ganz bestimmt nicht von unserem Vorhaben abbringen lassen… Jetzt erst recht!

Schreiben Sie einen Kommentar

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahren Sie mehr darüber, wie Ihre Kommentardaten verarbeitet werden .