Máncora

Alleine die Anreise in das beschauliche Máncora ist eine Geschichte für sich… Am Tag der Weiterreise aus Lima versetzte uns zuallererst unser Gastgeber mit dem hauseigenen Taxiservice zum Flughafen. Auch das daraufhin angerufene Taxi kam einfach nicht und so holten wir uns dann doch ganz altbewährt eines von der Straße und machten uns viel zu spät auf den Weg. Eine Stunde und einige Angst-Schweißperlen später schafften wir es aber doch noch rechtzeitig in unsere Blechbüchse. Kaum in Tumbes gelandet, führte unser Weg erstmal ins Krankenhaus. Jannis Fuß machte seit Tagen Probleme und es wurde natürlich genau an dem Tag so richtig schlimm, an dem wir Lima und seine gute medizinische Versorgung verließen ? Im Krankenhaus wurden wir beäugt wie Außerirdische, Touristen gibt es hier wohl nicht so oft. Kaum war Jannis verschwunden um für sage und schreibe 8 Euro Röntgenaufnahmen machen zu lassen, wurde ich auch schon mit einem Polizisten verkuppelt. Als dieser aber mein Alter erfuhr, war ich ihn ziemlich schnell los *Jahaaa, alter Schinken, hättste gar nich gedacht, hm?* ? Ich brauche hier unbedingt ein T-Shirt mit der Aufschrift „No taxis, No comida, No bolsos y tengo 32 años* (Kein Taxi, kein Essen, keine Tüten und ich bin 32 Jahre alt), dann ist endlich Ruhe ?

Nachdem Jannis Befund gleich null war, machten wir uns auf in die Innenstadt um die Weiterfahrt in einem Mini-Van zu organisieren. Einige Stunden später steuerten wir dann auch endlich auf der Panamericana unserem Ziel Máncora entgegen. Máncora ist eigentlich ein kleines Fischerdorf, was heute aber hauptsächlich vom (Surf-)Tourismus lebt. Durch die Überschwemmungen der letzten Wochen und die unterbrochenem Straßenverbindungen bleiben die Besucher allerdings aus und wir sind in unserem Hostel die ersten Gäste seit drei Wochen. Gleich bei der Ankunft fielen uns die teilweise unter Wasser stehenden Straßen und die unzähligen Frösche auf, die überall herumhüpften; eine weitere Folge der Überschwemmungen.
Am zweiten Abend nahm das Viechzeug dann aber etwas Überhand: erst wurden wir fast von Mücken aufgefressen, dann flog mir eine riesen Heuschrecke ins Gesicht und als wir so im Bett lagen, spazierte ein Skorpion vorbei ?

Die Tage hier verbrachten wir hauptsächlich am Strand, ärgerten Krebse, aßen Unmengen an Wassermelone und schlürften Kokosnüsse aus. Außerdem planten wir unsere weitere Route in Ecuador und Jannis versuchte sich im Surfen. Leider entdeckten wir erst am letzten Tag den etwas außerhalb gelegenen und um einiges schöneren Strand Las Pocitas.
Naja, da der Kokosnuss-Verkäufer uns nun aber schon mit Handschlag begrüßt, ist es an der Zeit weiter zu ziehen.

4 thoughts on “Máncora

  1. Guten morgen ihr zwei,
    oh, so ein t-shirt bräuchte ich manchmal auch…..naja, beim alter müsste frau was ändern!
    genießt den strand und für jannis gute besserung!

Schreiben Sie einen Kommentar

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahren Sie mehr darüber, wie Ihre Kommentardaten verarbeitet werden .